![]() |
ÄGÄISGrösse: 70x 50 cm |
|
| CHF 2'000.- |
|
Eine Reise nach Griechenland im Spätsommer 1986 gab mir dann den Anlass zu diesem Bild. Diese Holzart, die sich mit ihren seltenen graublauen, manchmal ockerfarbenen, streifigen Verfärbungen wie kaum eine zweite vorzüglich für stimmungsvolle Himmel eignet, heisst Abachi und wächst im westafrikanischen Äquatorialwald. Stämme, die aus Kamerun kommen, wie mein Furnier, werden unter dem Namen Ayous gehandelt. Diese Riesenbäume werden bIS zu 50 m hoch, sind bis zu 30 m astfrei und weisen einen Durchmesser bis 200 cm auf. Neben all diesen recht undankbaren Aufgaben ist es tröstlich zu wissen, dass einige Stämme doch den Weg zu einer Intarsienwerkstatt finden. Dort steht Ayous in seiner besonderen, "verblauten" Form einzigartig da. Nun, welche Ursache liegt denn hinter dieser so eigentümlich graublauen Verfärbung? In der Tat handelt es sich um einen Holzfehler, der auf die Einwirkung einer Art Bläuepilz zurückzuführen ist - wie wir ihn in unseren Breitengraden von befallenem Föhrenholz kennen. Die Stämme werden meistens unmittelbar nach dem Fällen, wenn sie einen Teil ihrer Feuchtigkeit verloren haben, von den Schädlingen heimgesucht. Die Ausbreitung innerhalb des Stammes erfolgt sehr rasch. Dabei ernähren sich die Bläuepilze nur von Zellinhaltstoffen; deshalb wird das Holz weder qualitativ noch technisch beeinträchtigt. Als besonders heikle Aufgabe bei der Entstehung der Aegäis empfand ich die Gestaltung des Fischerbootes. Es musste sich trotz seiner Nähe und der daraus resultierenden Detailvielfalt (es besteht aus über 100 Furnierstücken) in den luftig-wässrigen Hintergrund einfügen. Diese Integration wurde erst durch den Verzicht auf starke Farbkontraste möglich. So wurden für einige Quadratzentimeter, die nicht 5% der gesamten Bildfläche ausmachen, nicht weniger als 24 verschiedene Holzarten benötigt. 24 Holzarten |